Das Projekt am RWE Power Kraftwerk Gersteinwerk ist eine komplexe und groß angelegte Rückbaumaßnahme, die technischen, sicherheitsrelevanten und ökologischen Aspekte miteinander verbindet.
Gebäudeanzahl: Der Rückbau umfasst 14 Gebäude, die sowohl entkernt, schadstoffsaniert als auch konventionell zurückgebaut werden. BRI ca. 750.000 m³
Rückbau der DeNOx-Anlage der Rauchgasreinigungslinie inkl. Rauchgaswäsche, Dampfkessel und Bekohlung mit Einsatz von Kohle als Einsatzstoff.
Vorlaufende aufwendige Schadstoffsanierung der Gebäude gemäß TRGS 519, 521, 524, 551 und 558, sowie DGUV 101-004.
Aktive Betriebsbereiche: Da das Kraftwerk teilweise noch in Betrieb ist, müssen die Arbeiten mit höchster Sorgfalt und unter Berücksichtigung der Sicherheit erfolgen.
Ressourcennutzung: Mineralisches Abbruchmaterial wird vor Ort aufbereitet und wiederverwendet, was umweltfreundliche und wirtschaftliche Vorteile bietet.
Herausforderung:
Hoher Zinkgehalt im Grundwasser in Kellerräumen (Gebäude 3, 4 und 5) erfordert eine mobile Kläranlage, bevor das Wasser in das Kanalsystem eingeleitet werden darf.
Schornsteinabriss:
Der Schornstein wurde aufgrund seiner Höhe von 280 m und Struktur kontrolliert durch eine Sprengung umgelegt, was eine präzise Planung und Sicherheitsvorkehrungen erforderten.
Kohleband- und Aschebrücke:
Die Aschebrücke und die Hälfte der Kohlebandbrücke wurden maschinell abgebrochen.
Für die Demontage der Rest-Kohlebandbrücke kamen zwei 400-Tonnen-Kräne zum Einsatz, um die Brücke als Ganzes zu heben. Es erfolgte ebenfalls der Abbruch und die Zerlegung der Aschesilos.
Nach dem konstruktiven Rückbau werden die Kellerwände perforiert (für Drainage und Setzungskontrolle).
Der Rückbau erfolgt bis 1,50 Meter unter Geländeoberkante (GOK), im Anschluss wird das Feld mit 80.000 Tonnen externem Material verfüllt.