Einrichtung und Betrieb von Schwarz- und Weißbereichen
Selektiver Rückbau inkl. Flächenrückbau und vorbereitenden Maßnahmen
Abbruch von Fassaden- und Dachkonstruktionen, kleinteiliger Rückbau
Zerkleinern, Sortieren und Bereitstellen aller Abfallfraktionen
Dokumentation, Beweissicherung und Abstimmung mit Sachverständigen
Projektbeschreibung:
Im Rahmen der Gesamtmodernisierung wurde die bestehende Sport- und Schwimmhalle (Gebäude 3) vollständig entkernt, schadstofftechnisch saniert und selektiv zurückgebaut. Die Arbeiten erfolgten unter anspruchsvollen baulichen Bedingungen, u. a. aufgrund eingeschränkter Zugänglichkeit, langer Förderwege und statischer Besonderheiten. Die Schadstoffsanierung umfasste mehrere Sanierungsbereiche mit asbesthaltigen und PCB-belasteten Bauteilen.
Die Halle besteht aus einem nicht unterkellerten Bereich (Achsen 0–27) und einem unterkellerten Bereich (Achsen 27–44). Das Schwimmbecken befindet sich im Bereich Achsen 38–44. Über dem Becken liegt eine Stahlbeton-Zwischendecke, die auf Stahlbetonstützen und Einzelfundamenten gegründet ist. Die Dachkonstruktion besteht aus Spannbetonplatten, die auf Spannbetonpfetten und Spannbetonriegeln lagern. Diese werden von Stahlbetonstützen getragen, die in Becherfundamenten eingespannt sind. Im Zuge des Rückbaus wird die gesamte oberirdische Gebäudesubstanz einschließlich Bodenplatten und Fundamente im nicht unterkellerten Bereich abgebrochen. Der vorhandene Kontrollgang und der Fortluftschacht werden ebenfalls vollständig zurückgebaut und die entstehenden Baugruben verfüllt. Die Untergeschosse im Bereich Achsen 27–44 bleiben erhalten, einschließlich der Untergeschossdecken und des Schwimmbeckens. Dabei ist der Bereich Achsen 27–33 einfach und der Bereich Achsen 33–44 zweifach unterkellert.
Der Rückbau erfolgte schrittweise unter Berücksichtigung der angrenzenden Bestandsgebäude.
Besonderheiten:
Komplexe Baustruktur mit statischen Risiken
Arbeiten in Bereichen mit begrenzter Zugänglichkeit
Hohe Anforderungen an Staub-, Lärm- und Emissionsschutz
Nacherkundungen und laufende Anpassungen des Rückbaukonzepts
Die Rückbaumaßnahme erfolgt unter erschwerten Bedingungen aufgrund angrenzender Nachbarbebauung, bestehender Schadstoffbelastungen (Asbest/PCB) sowie der Einsturzgefährdung des Gebäudes, die zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erfordert. Die Schadstoffsanierung und Entkernung sind dadurch nur eingeschränkt möglich. Das zu erhaltende Schwimmbecken ist während der Arbeiten besonders zu sichern. Zudem sind aufgrund des laufenden Betriebs der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg erhöhte Anforderungen an den Lärmschutz zu beachten.
Personaleinsatz:
1x Bauleiter*in
1x Polier
7x Baggerführer für kommenden Abbruch und Sortierungsarbeiten
2-8x Facharbeiter, je nach Arbeitsumfang der anstehenden Arbeiten
Maschineneinsatz:
1x Kettenbagger Liebherr R 980
1x Kettenbagger Liebherr 950
1x Kettenbagger HX 520
3× Kettenbagger (40 t) mit Sortiergreifer und Abbruchschere
1× Kompaktbagger (15 t)
1–4× Kranwagen
1× Saugwagen
1× Radlader
Zusatzgeräte: Betonfräsmaschine, Glassauggerät, Hydraulikhämmer, mobile Staubbindeanlagen (Wassernebel)