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17.07.2015




Im September 2014 erhielt die AWR Abbruch GmbH den Auftrag die Gebäudekomplexe IA – IB der Ruhr Universität in Bochum vollständig, bis zum Bodenreich, zu entkernen, zu sanieren und zurückzubauen.

Seit Oktober 2014 laufen die Arbeiten der AWR Abbruch GmbH an der aufwendigen Schadstoffsanierung und dem Rückbau der Gebäudekomplexe nun im vollen Gange. Bei den Gebäudekomplexen handelt es sich um Teilbereiche der Ruhr-Universität, die abzubrechen sind und durch Neubauten ersetzt werden. Die u-förmig angeordneten Gebäude befinden sich auf dem Universitätsgelände im Bereich der Nord- und Südstraße. U-förmig stehen die Gebäude daher, dass zwischen den parallel liegenden Bauten IA und IB das Verbindungsstück IAFO steht. Die Gebäude IA und IB sind neungeschossige Hochhausriegeln mit einer Höhe von ca. 40 m. Der Bruttorauminhalt beträgt je Gebäude 106.700 m³. Das Verbindungsgebäude IAFO hat eine Höhe von ca. 15 m und einen Bruttorauminhalt von 12.000 m³. Der umbaute Raum beträgt 225.400 cbm.

Die Rückbauarbeiten müssen jederzeit darauf ausgerichtet sein, die Beeinträchtigungen durch Lärm- bzw. Staubentwicklung so gering wie möglich zu halten, da gegenüber und um die Baustelle herum wie gewohnt der Universitätsalltag von vielen Tausenden Studenten weiterläuft. Um diese Vorgaben einhalten zu können, erstellte die AWR Abbruch GmbH ein spezielles Abbruchkonzept, welches zwei Hochbaukräne beinhaltet, die auf Gleisanlagen parallel zu den Gebäuden IA und IB im Innenhof errichtet wurden. Mit Hilfe dieser Kräne wird das Abbruchmaterial über Schuttmulden nach unten gebracht, ebenso wie die Kleingeräte (Minibagger und Bobcat´s) nach oben gebracht und immer wieder umgesetzt werden. Vor den eigentlichen Rückbauarbeiten erfolgte jedoch der Rückbau des Dachaufbaus. In einem 4-Wochen-Rhythmus liefen und laufen die Entkernungs-, dann die Schadstoffsanierungs- und dann die Rückbauarbeiten nacheinander ab. Durch den straffen Zeitplan von zehn Monaten, nach dessen Ablauf nur noch die Fundamente übrig bleiben dürfen, laufen die Arbeiten effizient parallel zueinander. Maßgeblicher Grund für dieses Vorgehen ist nicht nur der Lärm-und Staubschutz, es sind vielmehr die umfangreichen Arbeiten in den Bereichen der KMF-, Asbest- und PCB-Sanierung.

Der überwiegende Teil der, in den Gebäuden vorhandenen, vorhandenen Künstlichen Mineralfaserprodukte wurde im Zuge einer vorhergehenden Untersuchung in die Kategorie K 2 – krebserregend eingestuft. Die KMF- Sanierung erfolgt im Wesentlichen in zwei Schritten: nach Entrümpelung der Gebäude und vorlaufenden Entkernungsarbeiten (Entfernen Teppiche, Leuchten, Brandmelder und Einbauten mit nicht oder nur schwierig von Faserrückständen zu reinigenden Oberflächen) erfolgt die Abnahme der Deckenabhängungen. Hierzu werden die KMF- Sanierungsbereiche in den einzelnen Geschossen räumlich von den anderen Rückbau- Bereichen getrennt und eine Sanierung gemäß Expositionskategorie/ Schutzstufe 3 der TRGS 521 durchgeführt. Als besonders aufwendig gilt es die PCB-Sanierung zu nennen. Vorhandene Anstriche aus Betonbauteilen werden durch Fräsen/Schleifen entfernt, hier handelt es sich um ca. 100.000 m ² Decken und Unterzüge. Ständig beaufsichtigt und kontrolliert werden diese Arbeiten von den Institutionen: Ingenieurbüro für Schadstoffe, BG Bau, SIGeKo und dem Fachpersonal von der AWR Abbruch GmbH. Der Mineralische Rückbau und die schweren Fundamente bzw. Bodenplatten der Gebäude werden mittels schweren Geräten zurückgebaut. Bis zum 30. April wird von beiden Gebäuden IA und IB nur noch die Hälfte, also elf Stockwerke, übrig sein.